«Längst gibt es diese grausige Spiegelmaschine, die das Abbild der Körper aufbewahrt, auch wenn sie nicht mehr existieren, und wir alle kennen sie. Man nennt sie Kamera. Die Kamera mit ihren Spiegeln im Gehäuse, das ist die Spiegelkammer, in dem tote Abbilder herumgeworfen werden, herumgeblättert werden, vor und zurück, von vorne und von hinten. Es sind die Abbilder dieser Spiegel-Kamera, die wir auch auf diesen Seiten sehen, durch die wir uns blättern und sie uns. Es sind Bilder aus dem Haus am Gern, diesem Bild-Gehäuse, das ebenfalls aus Zweien besteht, die sich gegenseitig Bilder zuwerfen, immer die Bilder des anderen umwendend, spiegelnd.»

aus Aire de Bellelay, GLANZ / GLANCE / GLAS, Essay von Johannes Binotto

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